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LMM Kompass Ausgabe 9 / 4. Quartal 2018

Der Zugang zu Finanzanlagen ist heutzutage leicht möglich. Neben den traditionellen Anbietern, wie Banken und Vermögensverwaltern, steht den Interessierten auch die Möglichkeit der selbständigen Veranlagung via Internet-Banking oder Robo-Advisor zur Verfügung. Die passende Lösung ist abhängig vom Fachwissen, der verfügbaren Zeit und auch dem Interesse an Finanzanlagen. Unser Fachbeitrag zeigt auf, welche Kriterien bei der Wahl des passenden Vermögensverwalters entscheidend sind.

Stefan Kargl Stefan Kargl

Leiter Zweigniederlassung Österreich

Jürg Meier Jürg Meier

Partner, CEO

Icon Marktdaten

MÄRKTE UND STRATEGIEN

Die Aktienmärkte legten im 3. Quartal 2018 zu und der US-Aktienmarkt zeigt seit Jahresbeginn eine Outperformance im Vergleich zu den anderen Märkten. Die Anlagen aus den Schwellenländern standen erneut unter Druck bzw. konnten sich noch nicht von den Kursrückschlägen seit Jahrebeginn erholen. Die US-Notenbank hat die Zinsen auch im 3. Quartal erhöht und hat zudem einen weiteren Zinsschritt im Dezember angekündigt. Dieser Umstand stützt den US-Dollar und führt zugleich zu Verwerfungen an den Finanzmärkten der Schwellenländer.

Im 3. Quartal konnten die Aktienmärkte und je nach Aktienallokation der gewählten Anlagestrategie auch die Strategiemandate mehrheitlich zulegen. Bei den Mandaten mit hohem Anteil Anleihen wirkte sich der Anstieg der Zinsen negativ aus. Bei den EUR-Mandaten hatte der schwächere Euro einen positiven Performanceeffekt, sprich diese konnten vor allem von Fremdwährungsgewinnen auf US-Dollar Anlagen profitieren.

Berechnungen LMM; Zeitraum 31.12.2017–30.09.2018 (vor Kosten).
Hinweis: Renditezahlen vor Kosten (ohne Depotführungs- und Verwaltungskosten).

Icon Fachartikel

KRITERIEN FÜR DIE WAHL DES RICHTIGEN VERMÖGENSVERWALTERS

Viele Anleger lassen ihr Vermögen durch einen Vermögensverwalter verwalten. Dies kann durch die Hausbank, einen unabhängigen Vermögensverwalter oder durch den Kauf eines aktiv verwalteten Anlagefonds erfolgen. Einerseits erwarten Anleger bessere Resultate und andererseits haben sie oft auch nicht die nötige Zeit, das Fachwissen und die Marktnähe, um das Vermögen selber zu verwalten.

Doch welche Form ist die geeignete und welche Kriterien sind zu beachten, damit langfristig die Erwartungen des Kunden erfüllt werden? Denn eines ist sicher: An den Finanzmärkten wird es immer wieder stürmische Zeiten geben. Die Aufgabe des Verwalters ist es, den Kunden darauf vorzubereiten und zu begleiten, damit langfristig gute Ergebnisse erzielt werden können.

Anlagestrategie
Die gewählte Anlagestrategie ist massgeblich für die langfristige Wertentwicklung verantwortlich. Daher ist es entscheidend, dass bei der Wahl der Anlagestrategie mit grosser Sorgfalt vorgegangen wird. Risikofähigkeit und -bereitschaft sind dabei wichtige Begriffe, die mit dem Kunden evaluiert werden müssen. Neben dem üblichen Kundenprofil sollen auch spezielle Kundenwünsche geklärt werden, etwa der Ausschluss gewisser Anlagekategorien. Der Anleger soll erfahren, wie sich die Anlagestrategien historisch betrachtet entwickelt haben. Welche Renditen und auch Schwankungen wurden in der Vergangenheit erzielt und welche Renditen (nach Abzug der Kosten) sind zu erwarten? Der Einsatz von Szenario-Analysen bzw. Simulationen ist dabei hilfreich. Bei der Definition der Anlagestrategie werden gleichzeitig die wichtigsten Punkte für die Mandatsausschreibung festgelegt.

Mandatsausschreibung
Bei der Suche nach dem richtigen Vermögensverwalter sind die persönliche Ebene und der Leistungsausweis entscheidende Faktoren. Der Kunde darf von seinem Berater/Vermögensverwalter eine offene und transparente Kommunikation verlangen. Dies umfasst detaillierte Angaben über die Umsetzung der Verwaltung und vor allem auch, welche Kosten berechnet werden.

Der Leistungsausweis soll anhand von tatsächlich erzielten Anlageresultaten oder öffentlich zugänglichen Fondsdaten aufgezeigt werden.

Auswahlverfahren
Der Kunde darf eine termingerechte und vollständige Offerte erwarten. Diesbezüglich sollten keine Abstriche akzeptiert werden. Es soll klar und verständlich dargelegt werden, wer, wie und zu welchen Kosten die Verwaltung des Mandats umsetzt.

Die Dauer der Zugehörigkeit der Mitarbeiter lässt nicht nur Rückschlüsse auf die Unternehmenskultur zu, sondern ist aufgrund der vertraulichen Informationen auch für den Kunden entscheidend. Über die direkt verantwortlichen Personen und deren Stellvertretungen sind detailliertere Angaben (CV) zu machen.

Ein detaillierter Positionsauszug liefert zudem wichtige Informationen in Bezug auf die Umsetzung der Anlagestrategie, insbesondere welche Anlageinstrumente verwendet werden.

Kosten und Kommissionen
Die Kosten für die Vermögensverwaltung sind ein sehr wichtiger Aspekt und müssen transparent offengelegt werden. Vor allem im heutigen Tiefzinsumfeld lasten diese umso mehr auf den Renditen.

Um Offerten miteinander vergleichen zu können, ist eine Betrachtung der Gesamtkosten wesentlich.

Zu den Kosten zählen:

• Verwaltungshonorar inkl. Angabe der Berechnungsgrundlage
• Darstellung und Berechnung der indirekten Kosten aufgrund des Einsatzes von Anlageprodukten (Fonds, etc.)
• Umgang mit Bestandeskommissionen und sonstigen Rabatten
• Angaben zu den Konditionen der Depotbanken, der Handelskosten (Courtage) und den Margen bei Fremdwährungsgeschäften.

Alles in allem empfehlen wir, sich bei der Wahl des Vermögensverwalters genügend Zeit zu nehmen.

Folgende Fragen sollten zufriedenstellend beantwortet werden können:

• Welche Erwartungen und Rahmenbedingungen hat der Kunde?
• Welche Verwalter gehen darauf am besten ein?
• Welches Angebot ist umfassend, nachvollziehbar und transparent?
• Sind alle Kosten transparent dargelegt?

Und zu guter Letzt, fragen Sie doch ihren Vermögensverwalter, wie er sich von den Mitbewerbern unterscheidet.

Icon LMM Inside

LMM AUF EXPANSIONSKURS

Mit neuen Geschäftsstellen in Frankfurt am Main und Sydney konnten wir in diesem Jahr weiter expandieren. Wir freuen uns, dass wir für die Koordination und Entwicklung der neuen und bestehenden Geschäftsstellen in Zürich, Dubai und Wien mit Omar El Ashker den richtigen Mann gewinnen konnten. Er verfügt über langjährige berufliche Erfahrung in der Betreuung und Beratung von institutionellen Kunden. Zuletzt war er bei der UBS AG, Asset Management als Relationship Manager für institutionelle Kunden tätig. Davor arbeitete er für die Complementa Investment-Controlling AG. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität St. Gallen (HSG) und ist ein CFA® Charterholder.

OMAR EL ASHKER
OMAR EL ASHKER

geboren 1980
Schweizer 
Staatsbürger
Hobbys Sport, Reisen, Kulinarik
Motto «Wege entstehen dadurch, indem wir sie gehen.»
Franz Kafka

Icon LMM Investment Controlling AG

Die LMM Investment Controlling AG ist ein unabhängiger Anbieter von Investment Controlling Dienstleistungen und vertritt die Interessen privater und institutioneller Kunden gegenüber Banken und Vermögensverwaltern. Neben dem Hauptsitz in Vaduz verfügt sie über Zweigniederlassungen in Zürich, Dubai, Wien, Frankfurt und Sydney.

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