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LMM Kompass AUSGABE 4 / 3. QUARTAL 2017

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nachhaltige Anlageerfolge auf die Wahl der richtigen Anlagestrategie und deren konse­quenten Umsetzung zurückzuführen sind. Mit kurzfristigem, an­lassbezogenem Agieren erreicht man oft das Gegenteil. In der aktuellen Ausgabe wollen wir Ihnen unsere Erfahrungen aus der Praxis zur Frage der geeigneten Anlagestrategie weitergeben. Zusätzlich geben wir Ihnen einen Einblick in unsere technischen Systeme, welche die konsequente Umsetzung überwachen.

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und erholsame Sommerferien!

Jürg Meier Jürg Meier

Partner, CEO

Markus Häni Markus Häni

Mitglied der Geschäftsleitung

Icon Marktdaten

MÄRKTE UND STRATEGIEN

Das 2. Quartal 2017 war geprägt durch leicht steigende Zinsen in der Schweiz und in Europa sowie einem stärkeren Euro. Die Aktienmärkte konnten die erfreu­liche Entwicklung fortsetzen und legten weiter an Wert zu. Zudem konnten Immobilien (REITs) und auch die in der Vergangenheit in der Summe enttäuschenden Hedge Fonds im 2. Quartal 2017 zulegen. Auf der an­deren Seite ist der Rückgang beim Ölpreis zu nennen.

Der Anstieg des Euros gegenüber dem US­-Dollar und dem Schweizer Franken ist auf positive Wirtschafts­signale aus Europa, eine leicht restriktivere EZB und vor allem auf die von den Märkten positiv gewertete Wahl in Frankreich zurückzuführen. Bei CHF­-Mandaten konnten die Anlagestrategien mit Aktienquoten ab ca. 40% profitieren. Bei den übrigen Strategien führte der Zinsanstieg (Kursrückgänge bei den Obligationen) zu einem Minus. Die EUR-­Mandate haben aufgrund des erstarkten Euros bei den Fremdwährungsanlagen an Wert verloren. Insgesamt resultiert eine negative Quartalsperformance.

Icon Fachartikel

WELCHE ANLAGESTRATEGIE FÜHRT ZUM ERFOLG?

Soll man Amazon auf aktuellem Kursniveau noch kaufen? Wann ist der beste Zeitpunkt, um die aufge­laufenen Gewinne zu realisieren? Warum hat mein Vermögensverwalter nicht vor der Marktbereinigung verkauft? Anleger neigen dazu, kurzfristigen Markt­bewegungen viel Aufmerksamkeit zu schenken. Auch kommen schnell Zweifel am eigenen Vermögensverwalter auf, wenn die beste Freundin erzählt, dass ihr Verwalter im letzten Jahr eine doppelt so hohe Rendite erzielt hat.

Abgesehen davon, dass vielfach «Äpfel mit Birnen» ver­glichen werden oder solche Aussagen manchmal am Kern der Wahrheit vorbeigehen, sind sie symptomatisch für einen oft falschen Zugang zur Vermögensanlage. Langfristiger Anlageerfolg hat nichts mit kurzfristiger Spekulation oder selbsternannten «Anlagegurus» zu tun.

Empirische Studien haben immer wieder bewiesen, dass die Performance überwiegend auf die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen zurückzuführen ist. Die Selektion der einzelnen Instrumente innerhalb der An­lageklassen, seien es beispielsweise Aktien oder Anleihen, spielt lediglich eine untergeordnete Rolle. Auch unsere Erfahrung bestätigt, dass ein Großteil des langfristigen Anlageerfolgs von der Definition der geeigneten Anlagestrategie abhängt.

Es ist daher empfehlenswert, sich intensiv mit der Fest­legung der geeigneten bzw. persönlichen Anlagestra­tegie und deren effizienten Umsetzung zu beschäftigen. Die Fragen, die sich der Investor im Vorfeld stellen sollte, gehen über das Ausfüllen diverser Fragebögen der Vermögensverwalter hinaus. Das Auseinandersetzen mit Begriffen wie Risikofähigkeit, Risikobereitschaft, Anlageziele etc. sollte nicht als gesetzliche Pflichtübung, sondern als Fundament des Anlageerfolgs gesehen werden.

Wie eingangs erwähnt, führen kurzfristig motivierte Abweichungen von der langfristigen Strategie oft dazu, dass die ursprüngliche Renditeerwartung nicht erreicht wird. Verkaufen bei hohen Kursen und Kaufen bei tiefen Kursen klingt theoretisch bestechend, wird aber in der Praxis nur selten funktionieren. Nur wenn die definierte Anlagestrategie konsequent eingehalten wird, können die langfristig erwarteten Marktrenditen erreicht werden.

Investiert bleiben, ist einer der Erfolgsfaktoren. Wenn ein Investor die letzten 14 Jahre durchgehend in den Gesamtwelt­-Aktienindex MSCI investiert gewesen wäre, würden die Erträge heute bei mehr als +180 % liegen. Wenn ein Investor hingegen die besten 20 Tage ver­passt hätte, würde er rote Zahlen schreiben1. Um jedoch langfristig an der Anlagestrategie festhalten zu können, muss diese auf das Risikoprofil abgestimmt sein.

Die Struktur des Gesamtvermögens und dessen Auf­teilung auf die einzelnen Anlageklassen wie Finanz­vermögen, Immobilien, Beteiligungen, Gold etc. ist bei der Definition der Anlagestrategie zu berücksichtigen. Der Vermögensverwalter kennt oft nur einen Teilaus­schnitt des Vermögens. Als Investment Controller unterstützen wir unsere Kunden, die Anlagestrategie auf deren individuelle Bedürfnisse und Gesamtvermögensstruktur abzustimmen.

1 Quelle: JP Morgan «The weekly Brief», 31. August 2015

Icon PRAXISTIPP

Folgende fünf Faktoren beeinflussen das Risiko und sollten bei der Umsetzung der Anlagestrategie beachtet werden:

  • Liquidität: Bei Marktverwerfungen führt eine man­gelnde Liquidität oft zu hohen Preisschwankungen und eingeschränkter Handlungsfähigkeit. Deshalb gilt es den Einsatz illiquider Instrumente entweder auszuschließen oder zumindest einzuschränken.

  • Diversifikation: Einer der Grundsätze, der sich langfristig bewährt hat. Streuen Sie die Risiken.

  • Transparenz: Nur wenn ich die Risiken kenne, kann ich beurteilen, ob diese im Einklang mit dem Risikoprofil stehen. Intransparente Fonds oder strukturierte Produkte sind zu vermeiden.

  • Keine Eile: Lassen Sie sich nicht zum Investieren drängen. Sie müssen die Anlagen zuerst verstehen.

  • Vorsicht bei Garantien: Risikolose Überrenditen gibt es nicht. Garantien haben ihren Preis und sind kritisch zu hinterfragen.

Icon LMM Inside

LAUFENDE KONTROLLE

In den letzten Jahren haben wir die Prozesse im Bereich Datenaufbereitung und -verarbeitung kontinuierlich erweitert und optimiert. Durch die systematische Erfassung von Anlagevorgaben und deren laufender Kontrolle können wir sicherstellen, dass Vorgaben und Restriktionen permanent und nicht nur per Stichtag überwacht werden.

Diese laufende Kontrolle sämtlicher Belege unter­scheidet uns von vielen Mitbewerbern. Sämtliche Transaktionen werden taggleich erfasst und geprüft. Somit können fehlerhafte Abrechnungen frühzeitig erkannt werden, was ganz im Sinne eines Frühwarn­systems ist.

Philipp Vonbrül, Solfin Financial Service Solutions:
«Die moderne Serverinfrastruktur der LMM stellt sicher, dass alle Transaktionsdaten und Belege sicher archiviert und jederzeit abrufbar sind.»

Icon LMM Investment Controlling AG

LMM Controlling

Die LMM Investment Controlling AG ist ein unabhängiger Anbieter von Investment Controlling Dienstleistungen und vertritt die Interessen privater und institutioneller Kunden gegenüber Banken und Vermögensverwaltern. Neben dem Hauptsitz in Vaduz verfügt sie über Zweigniederlassungen in Zürich, Dubai und Wien.

Disclaimer: Bei der Zusammenstellung der Informationen wird grösstmögliche Sorgfalt angewandt. Wir übernehmen aber keine Garantie, einschliesslich Haftung gegenüber Dritten, betreffend Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der in diesem Newsletter veröffentlichten Informationen und Meinungen.